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Wirtschaft Italiens seine Landwirtschaft und der Tourismus
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Ein weiterhin aktuelles Problem der italienischen Wirtschaft stellt das Nord-Süd-Gefälle dar. So ist z. B. die Industrialisierung in Norditalien wesentlich höher als in Süditalien. Hinsichtlich der Produktivität liegt der Süden in fast allen Wirtschaftsbereichen weit hinter dem Norden. Viele Süditaliener arbeiten in Norditalien oder im benachbarten Ausland. Die Arbeitslosenrate des gesamten Landes liegt bei etwa 8 Prozent (2004). Auch bei der Erwerbslosigkeit ist ein Nord-Süd-Gefälle zu verzeichnen (im Süden mehr, im Norden weniger). Das Bruttoinlandsprodukt Italiens beträgt etwa 1 763 Milliarden US-Dollar (2005). Davon werden gut 65 Prozent in der Dienstleistungsbranche, etwa 32 Prozent in der Industrie und nur knapp 3 Prozent im Agrarsektor erwirtschaftet.

Landwirtschaft

Von den rund 24 Millionen Arbeitern gehören etwa neun Millionen den drei großen Gewerkschaften an; der Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL) mit kommunistischer Ausrichtung (circa 4,6 Millionen Mitglieder), der zur politischen Mitte orientierten Confederazione Italiana Sindacati Lavoratori (CISL; rund 3 Millionen Mitglieder) und der Unione Italiana del Lavoro (UIL; etwa 1,4 Millionen Mitglieder).

Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden landwirtschaftlich genutzt. Etwa 9 Prozent der Erwerbstätigen sind im Agrarsektor beschäftigt. Italien zählt weltweit zu den führenden Weinproduzenten, und auch in der Herstellung von Oliven und Olivenöl rangiert Italien international weit vorne. Weitere wichtige Feldfrüchte sind Weizen, Kartoffeln, Tomaten, Zuckerrüben, Mais und Reis; ferner werden Gerste, Roggen, Artischocken, Pfefferschoten und Wassermelonen angebaut. Überaus bedeutsam für die italienische Landwirtschaft ist der Obstanbau; im Vordergrund stehen dabei Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln. Auch die Milchwirtschaft hat einen hohen Stellenwert; sie ermöglicht die Herstellung von etwa 50 verschiedenen Käsesorten, u. a. Gorgonzola, Pecorino und Parmesan. Während in den nördlichen Landesteilen vor allem Rinder- und Schweinezucht erfolgen, werden in Süditalien überwiegend Schafe und Ziegen gehalten.

italienische Landwirtschaft
Der Tourismus in Italien
Seit einigen Jahrzehnten zählt der Fremdenverkehr zu den ergiebigsten Einnahmequellen Italiens, das zu den klassischen Reiseländern zählt. Bevorzugte Regionen sind die Alpen, die Küstengebiete am Ligurischen und Adriatischen Meer, die großen Städte sowie kleinere Städte und Orte, in denen Baudenkmäler verschiedener Epochen erhalten sind. 1999 kamen nahezu 36 Millionen Besucher aus dem Ausland nach Italien. Encarta
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