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Die politischen Institutionen Thailands
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1932 wurde das seit Jahrhunderten in Thailand bestehende absolutistische Regierungssystem abgeschafft; seither ist das Land eine konstitutionelle Monarchie. Thailand wird nach der Verfassung von 2007 regiert, der 18. seit 1932.

Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte, kann das Parlament auflösen und verfügt über besondere Rechte im Falle eines Notstandes. Die Exekutive wird vom Ministerrat ausgeübt, an dessen Spitze der Ministerpräsident steht. Der Ministerpräsident muss ein gewähltes Mitglied des Repräsentantenhauses sein und wird von diesem ernannt. Seine Amtszeit ist auf zwei vierjährige Legislaturperioden beschränkt.

Die Legislative liegt bei einem Zweikammerparlament (Rathasapha, Nationalversammlung), bestehend aus Repräsentantenhaus (Sapha Phuthaen Ratsadon) und Senat (Wuthisapha). Die 480 Abgeordneten (seit 2007; zuvor 500) des Repräsentantenhauses werden für jeweils vier Jahre gewählt.

Von den 150 Mitgliedern (seit 2007; zuvor 200) des Senats werden 76 in den Provinzen gewählt (je einer pro Provinz), die übrigen werden ernannt; ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Oberste Instanz der Rechtsprechung ist der Oberste Gerichtshof (Sandika) mit Sitz in Bangkok, der die letzte Instanz für alle zivilrechtlichen und strafrechtlichen Fälle sowie für Konkursverfahren ist. Ein einziges Berufungsgericht (Sarn Uthorn) ist für alle Berufungsverfahren zuständig. Zu den Gerichten erster Instanz gehören Magistratsgerichte mit begrenzter zivilrechtlicher und strafrechtlicher Gerichtsbarkeit, Provinzgerichte mit unbegrenzter Gerichtsbarkeit und Zivilrechts- und Strafrechtsgerichthöfe mit ausschließlicher Gerichtsbarkeit in Bangkok und Thon Buri. Mit der Verfassung von 1991 wurde die Unabhängigkeit der Justiz anerkannt.

Thailand gliedert sich verwaltungsmäßig in fünf Regionen, die wiederum in 76 Provinzen (Changwat) aufgeteilt sind. Jede Provinz wird von einem von der Regierung ernannten Gouverneur verwaltet. Die wichtigsten Parteien sind Phak Palang Prachachon (PPP, „Volksmachtpartei”), Phak Prachatipat (PP, Demokratische Partei) und Phak Chart Thai (PCT, Thailändische Nationalpartei). Die PPP konstituierte sich 2007 als Nachfolgerin der 1998 gegründete Partei Thai Rak Thai (TRT, „Thailänder lieben Thailänder”), die von 2001 bis zur Auflösung des Parlaments 2006 die Volksvertretung dominierte und 2007 verboten wurde.

König von Thailand
König von Thailand
Der Wehrdienst ist Pflicht für Männer zwischen 21 und 30 Jahren und dauert zwei Jahre. 2004 bestand die Armee aus dem Heer mit 190 000 Mann, der Luftwaffe mit 46 000 Mann und der Marine mit 70 600 Mann. "Thailand," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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