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Die Kultur und die Kunst in Thailand
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Thailand hat eine einzigartige Stellung in Südostasien, da das Land nie kolonisiert wurde. Ein weiterer bemerkenswerter Zug ist, dass Thailänderinnen, anders als die Frauen anderer ostasiatischer Länder, eine aktive Rolle in der Geschäftswelt, in akademischen Berufen und in der Kunst spielen.

Der Schulbesuch ist in Thailand unentgeltlich. Es besteht Schulpflicht für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, aber sowohl die öffentlichen Schulen als auch die schulischen Einrichtungen buddhistischer Klöster reichen für die Grundschulausbildung aller Kinder nicht aus. Der Alphabetisierungsgrad ist mit 96,4 Prozent (2005) höher als in anderen Ländern Südostasiens.

Zu den größten Universitäten Thailands gehören die Chulalongkorn-Universität (1917) in Bangkok und die Universität Chiang Mai (1964) im Norden des Landes. Das Asian Institute of Technology (1959) wurde Ende der achtziger Jahre von rund 650 Studenten besucht.

Die größte Bibliothek Thailands ist die Nationalbibliothek in Bangkok. Zudem gibt es in Bangkok die United Nations Economic and Social Commission for Asia and the Pacific (bedeutende technische Sammlungen), die Bibliothek des Asian Institute of Technology und das Thai National Documentation Centre. Das Nationalmuseum in Bangkok beherbergt eine große Sammlung von früher verwendeten Werkzeugen und Geräten, die die Entwicklung der thailändischen Kultur dokumentieren. Eine wichtige Sammlung thailändischer Kunst wurde von dem amerikanischen Geschäftsmann Jim Thompson, der zwischen den vierziger und sechziger Jahren in Bangkok lebte, zusammengetragen. Sein rekonstruiertes Thai-Haus ist angefüllt mit Kunst- und Keramikgegenständen sowie Möbeln und ist heute ein Museum.

Die klassische thailändische Literatur stützt sich auf Tradition und Geschichte. Das Ramakien, die thailändische Version des indischen Epos Ramayana, ist die bedeutendste Nationaldichtung, auf der ebenfalls thailändische Kunst und Musik aufbauen. Die moderne Literatur ist mehr an westlichen Vorbildern orientiert. In Thailand sind viele Frauen unter den Autoren von Unterhaltungsliteratur.

Zu den berühmtesten Arbeiten der thailändischen Architektur gehören die Wats (Tempelanlagen) in Bangkok. Die thailändische Bildhauerkunst, die auf das 14. Jahrhundert zurückgeht, ist eine Mischung von chinesischen, birmanischen und Khmer-Einflüssen und tritt am eindringlichsten in den Buddhadarstellungen zutage. Religiöse Gemälde sind nicht so gut erhalten; im Allgemeinen sind Gemälde selten älter als 50 oder 100 Jahre. Thailand ist bekannt für die Herstellung feiner Seidenstoffe.

Die thailändische Musik ist sehr kompliziert und wird im Allgemeinen zur Begleitung der Thai-Dramen eingesetzt. Die Instrumente, in erster Linie Holzblasinstrumente und

thailändische Traditionen
thailändische Traditionen. Encarta
Schlaginstrumente, werden gewöhnlich zu Fünfer- oder Zehnerensembles zusammengestellt. Die Musiker sitzen auf dem Boden und spielen im Allgemeinen nach Gehör. Der ebenfalls sehr komplizierte thailändische Tanz hat sich aus dem indischen Tanz entwickelt und besteht aus einer Reihe von Gesten und wiegenden Bewegungen, die eine Geschichte veranschaulichen. Selbst die unscheinbarsten Bewegungen drücken wichtige Zusammenhänge aus, die von den mit wertvollen Kostümen und kunstvollem Kopfschmuck versehenen Schauspielern sorgfältig zusammengestellt wurden.
2000 gab es etwa 17 Millionen Fernseh- und rund 14 Millionen Hörfunkgeräte in Thailand. 30 Tageszeitungen erreichen eine Gesamtauflage von rund 4 Millionen Exemplaren. Dazu gibt es mehrere regionale Wochenzeitungen. Zeitschriften erscheinen auf Thailändisch, Englisch und Chinesisch. "Thailand," Microsoft® Encarta
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