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Klima Italiens Fauna und Flora in Italien
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Italiens Klima ist aufgrund der großen Längenerstreckung und des stark gegliederten Reliefs äußerst vielfältig und reicht vom alpinen Klima der höheren Lagen der Alpen und der Apenninen bis hin zum subtropischen Klima entlang der Küsten des Ligurischen Meeres und der südlichen Abschnitte der Halbinsel.

Klima Italiens

Das Gebiet der Alpen ist je nach Höhenlage durch kühlgemäßigte bis alpine Bedingungen gekennzeichnet. Hauptregenzeit ist im Gebirge der Sommer. Die mittleren Monatstemperaturen in Bozen liegen im Januar bei 0 °C, im Juli bei 22 °C. In Bozen werden mittlere Jahresniederschläge von etwa 800 Millimetern verzeichnet. Die Poebene ist durch winterkaltes Klima geprägt. Die Niederschläge fallen hier weniger im Sommer, sondern erreichen ihre Höchstwerte im Frühling und im Herbst. Die Monatsmitteltemperaturen liegen in Mailand bei 2 °C (Januar) bzw. 23 °C (Juli); der mittlere Jahresniederschlag beläuft sich hier auf etwa 900 Millimeter. Das Klima auf der Halbinsel unterliegt hohen regionalen Schwankungen, die hauptsächlich durch die Apenninen verursacht und von den Winden der umliegenden Meere beeinflusst werden. Die klimatischen Bedingungen zeigen hier eine deutliche Abhängigkeit von der Entfernung zum Meer und der Höhenlage. In den Ebenen und in den tieferen Lagen der Apenninen sind die Winter mild, die Sommer sehr warm. Extrem hohe Temperaturen während der warmen Jahreszeit werden durch die kühlenden Brisen vom Mittelmeer gemildert. Auf der gleichen geographischen Breite im Osten der Halbinsel sind die Temperaturen wesentlich niedriger, was vor allem an den vorherrschenden nordöstlichen Winden liegt. In den Küstenregionen Italiens herrscht mediterranes Klima; die Sommer sind heiß und trocken, die Winter mild und feucht. In San Remo, an der Küste des Ligurischen Meeres, nahe der Grenze zu Frankreich, liegt die mittlere Januartemperatur bei 10 °C, die des Juli bei 23 °C;

Kima italien
die Jahresniederschläge betragen rund 800 Millimeter. Ähnlich sind die klimatischen Bedingungen entlang der Westküste bis nach Sizilien, wo die Sommer noch etwas wärmer sind (Julimittel 25 °C); allerdings ist es mit circa 500 Millimetern trockener als in den nördlicher gelegenen Küstengebieten.
Flora und Fauna in Italien

Früher waren weite Teile Italiens mit Wald bedeckt. Intensive Rodungen zum Zweck der Ausweitung von Siedlungs- und Agrarflächen sowie zur Gewinnung von Brennholz und Rohstoffen für den Schiffsbau führten während der vergangenen Jahrhunderte zum Verlust weiter Waldflächen. Die verbliebenen Laub- und Nadelwälder in den Alpenregionen gehen ab etwa einer Höhe von 1 800 bis 2 100 Metern in Strauchformationen mit nur geringem Anteil an Bäumen über. Oberhalb der Baumgrenze sind alpine Matten mit Rasengesellschaften verbreitet. Die Poebene wird großflächig agrarisch genutzt; zahlreiche Kulturpflanzen werden hier angebaut. In den zentralen und südlichen Regionen Italiens ist eine typisch mediterrane Pflanzenwelt verbreitet, die in Mittelitalien bis in 400 Meter und in Süditalien bis in 800 Meter Höhe reicht. Im Norden des Landes gedeiht sie auch im Bereich der Alpenrandseen, z. B. in den Uferregionen des Gardasees, sowie an der ligurischen Küste. Zu den charakteristischen Kulturpflanzen Italiens zählen Ölbäume und Citrusbäume; im Süden gedeihen Dattelpalmen sowie Feigen-, Granatapfel- und Mandelbäume, darüber hinaus werden Zuckerrohr und Baumwolle angepflanzt. Die niedrigeren Hänge der Apenninen sind mit Kastanien, Zypressen und Eichen bewachsen, während in höheren Lagen Pinien- und Tannenwälder verbreitet sind. Lang anhaltende Abholzung und Überweidung führten in manchen Gebieten zur Entwicklung der Macchie, einer typischen Sekundärvegetation, die heute in weiten Teilen des Mittelmeerraumes der vorherrschende Vegetationstyp ist. Arten der Macchie sind Baumheide, Lorbeer und Zistrosen.

italienische Flora

italienische Berge

Die Tierwelt, insbesondere die Avifauna (Vogelwelt), wird durch die in Italien weit verbreitete freie Jagd, der auch zahllose Zugvögel zum Opfer fallen, stark beeinträchtigt. Vorkommen größerer Säugetiere sind weitgehend auf Naturparks beschränkt. Im Gran Paradiso Nationalpark gelang es, eine Restpopulation des durch Überbejagung gefährdeten Steinbocks für Wiedereinbürgerungen zu vermehren. In den Abruzzen leben noch Braunbären und Wölfe, in den Alpen finden Luchse, Gämsen, Murmeltiere und Schneehasen Lebensraum. Zwei aus anderen Regionen eingeführte Säugetiere sind das Nordafrikanische Stachelschwein und der Indische Mungo (eine Schleichkatze). In Italien lebt das kleinste Säugetier Europas, die Etruskerspitzmaus.

Zu den Greifvögeln gehören Adler (Habichtsadler, Steinadler, Seeadler, Schelladler, Schlangenadler, Fischadler), Geier (Schmutzgeier), Milane, Weihen, Bussarde und Falken. Bemerkenswerte Vogelarten der Feuchtgebiete sind Reiher (Nachtreiher, Seidenreiher, Graureiher, Purpurreiher), Sichler und Rosaflamingos (die beiden letzteren auf Sardinien). Die Reptilienfauna ist u. a. durch zahlreiche Eidechsen- und Schlangenarten (Nattern, giftige Vipern) repräsentiert, zudem gibt es Geckos und auf Sizilien Chamäleons. In einigen Gebieten leben Skorpione.

Wie andere Alpenländer verzeichnet auch Italien einen drastischen Gletscherrückgang.

Während Gletscher gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch rund 1 000 Quadratkilometer bedeckt hatten, waren es Ende des 20. Jahrhunderts nur noch etwa 500 Quadratkilometer. Zahlreiche kleinere Gletscher verschwanden, größere – wie etwa am Ortler – nahmen stark an Fläche ab.
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